Joytex und Nachhaltigkeit

Joytex ist der Spezialist für nachhaltige Werbetaschen – das sagen wir über uns selbst. Doch was soll das heißen, was bedeutet eigentlich Nachhaltigkeit in diesem Kontext?

Der Definition nach, ist „Nachhaltigkeit ein Handlungsprinzip zur Ressourcen-Nutzung, bei dem die Bewahrung der wesentlichen Eigenschaften, der Stabilität und natürlichen Regenerationsfähigkeit des jeweiligen Systems im Vordergrund steht.“

Übertragen wir dies auf den Markt für Werbetaschen, heißt Ressourcen schonen „Einwegtüte vermeiden“ und die Regenerationsfähigkeit in den Vordergrund stellen „nur noch Mehrweglösungen zulassen“. Denn eines ist klar, ob wir uns mit den Gütern des täglichen Bedarfs im Discounter versorgen, unser Gemüse auf dem Wochenmarkt kaufen oder wir Kleidung beim Stadtbummel „shoppen“ – irgendwie müssen wir die Dinge transportieren und zwar sicher und einfach. Noch viel zu häufig wird hierbei am Point Of Sale nur an das „einfach“ gedacht und eine „Einmal“- Lösung aus Polyethylen-Folie in Form einer Plastiktüte oder einer (sehr ressourcenintensiven) Papiertüte wandert über den Ladentisch. Dann nur den oft kurzen Weg bis nach Haus und dort oft direkt in die heimische Hausmülltonne. Ist es nicht so?

Was dann mit unserem Müll passiert wissen wir allzu oft nicht. Ein Teil wird direkt der „thermischen Verwendung“ zugeführt, wie es im Verbrennungsfachjargon heißt und „in den Energiekreislauf zurück geführt“. Die Papiertüte wird hoffentlich aufwendig recycelt, sofern sie den Weg in die passende Tonne gefunden hat.  Kunststoffmüll wird von Europa aus häufig aber auch in Müllschiffen auf andere Kontinente gebracht. Nicht selten landen unsere Tüten von dort, aber auch von unseren heimischen Deponien, mit dem Wind in unsere Umwelt und letztlich im Meer.

Das alles ist leider nicht nachhaltig und betrifft deshalb uns alle: 
Hersteller und Handel, Verbraucher und Verwerter. Wir alle müssen Müll vermeiden!

Unser Nachhaltigkeitsbeitrag von Joytex ist deshalb: 
One way – is no way … Jede Mehrwegtasche ist besser als ein Wegwerfprodukt! Wir setzen deshalb auf langlebige Qualitätsprodukte, die so gut aussehen, dass wir sie gerne immer und immer wieder benutzen. Unsere Produktpalette bietet dafür Taschen verschiedenster Werkstoffe, von der leichten und günstigen Kunstfaser bis zum reinen Biobaumwollgewebe.

Für uns bedeutet Nachhaltigkeit  Tasche statt Tüte“ – und jeder von uns hat eine Wahl!

Papiertüte ist keine Alternative

Mittlerweile greifen viele Kunden an der Kasse zur Alternative aus Papier. Die ist jedoch nicht so umweltverträglich, wie viele glauben: Für ihre Herstellung sind viele Ressourcen nötig, darunter Zellstoff, Wasser, Energie, vor allem aber Chemikalien. Hinzu kommt, dass die Papiertüten aufgrund ihrer Wasseranfälligkeit meist nur wenige Male benutzt werden können. Empfehlenswerter sind Mehrwegtragetaschen aus Baumwolle oder Jute. Die ökologisch sinnvollste Variante jedoch: die klitzeklein zusammenfaltbaren Polyester-Beutel, die sich immer häufiger an Supermarktkassen finden. Laut Umweltbundesamt sind sie die umweltfreundlichste Alternative zur Plastiktüte. Sie halten in der Regel bis zu zehn Kilo aus – deutlich mehr als alle anderen Tragetaschen – und halten daher am längsten.

Der Plan ist aufgegangen: Seit Plastiktüten vielerorts etwas kosten, greifen die Kunden deutlich seltener danach. Um etwa zwei Milliarden Tüten ist der Verbrauch dem Handelsverband Deutschland (HDE) zufolge im vergangenen Jahr gesunken, von 5,6 Milliarden auf 3,6 Milliarden Stück. Erhoben werden die Zahlen von der Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung.

Demnach ist der Pro-Kopf-Konsum der Deutschen innerhalb eines Jahres von 68 auf 45 Tüten gesunken. Damit nähert sich Deutschland bereits der Forderung der EU für 2025 an: Diese sieht vor, den Einsatz von Plastiktüten bis Ende 2025 auf maximal 40 Stück pro Kopf und Jahr zu reduzieren.

Das galt bis vor einem Jahr noch als unrealistisch: Der Plastiktütenverbrauch war in der Vergangenheit nur langsam gesunken. Umweltschützer waren zudem skeptisch, ob die freiwillige Selbstverpflichtung, die der Handelsverband statt eines Gesetzes unterschrieben hatte, wirklich etwas bewegen würde. Nur 60 Prozent der Kunststofftragetaschen, die in Deutschland herausgegeben werden, sollten demnach etwas kosten. Der Rest sollte nach wie vor gratis an die Kunden herausgegeben werden – weil sich einige HDE-Mitglieder strikt weigerten, die Selbstverpflichtung zu unterstützen.

Ein weiterer Kritikpunkt an der Selbstverpflichtung: Die Händler dürfen die Höhe der Abgabe auf die Tüte selbst festlegen. Umweltschützer befürchteten, dass viele Händler eine Abgabe von 15 Cent oder weniger einführen und diese die Käufer nicht ausreichend abschrecken würde.

Veröffentlicht am 16. Juni 2017 in der Süddeutschen Zeitung